Bei der Bauplanung von Bodenbelägen und Bauwerken werden gezielt sogenannte Bewegungsfugen eingeplant. Sie sollen die Konstruktion vor einer Beschädigung durch thermische, hygrische oder mechanische Verformungen schützen.
Fliesenverlegung
Die Dehnungsfuge ist ein elastischer Spalt zwischen Bauteilen, der meist mit Silikon ausgefüllt wird. Diese Art der Fuge sorgt beispielsweise dort für Ausgleich, wo thermische Spannungen entstehen – wie in einem Fliesenbelag über einer Fußbodenheizung.
Die Epoxidharzfuge gilt als besonders strapazierfähig und wird deshalb häufig dann verwendet, wenn eine starke Beanspruchung des Fliesenbodens vorherzusehen ist. Kernbestandteil ist ein künstlicher Harz.
Fliesen-Abstandhalter (auch als Fliesen- oder Fugenkreuze bezeichnet) werden bei der Verlegung von Fliesen eingesetzt, um die spätere Fugenbreite vorzudefinieren. Sie sorgen also für gleichmäßige Fliesenabstände.
Die Kalibrierung von Fliesen sorgt dafür, dass Fliesen nach dem Herstellungsprozess in exakte Größengruppen einsortiert werden und somit bei der Verlegung ein gleichmäßiges Fugenbild entsteht.
Werden Fliesen im Verband verlegt, entstehen durch die Kanten der Fliesen Linien im Raum. Beim Fugenschnitt werden diese Linien auf der angrenzenden Fläche ohne Versatz weitergeführt.
Das Nennmaß beschreibt die handelsübliche Größe, unter der Fliesen im Fachhandel angeboten und gruppiert werden. Es handelt sich dabei um ein gerundetes Maß in Zentimetern, entspricht aber nicht der exakten physikalischen Fliesengröße.
Scheinfugen vermeiden unkontrollierte Risse und werden als künstlich erzeugte Sollbruchstelle im Estrich platziert. Was Scheinfugen sind, wie sie sich von funktionalen Fugen unterscheiden und wann sie sinnvoll sind.
Eine Fliesen-Trittschalldämmung reduziert die Übertragung von Trittschall bei harten Bodenbelägen wie Keramik oder Naturstein. Das Prinzip hinter Trittschalldämmungen sowie gängige Dämmweisen kurz erklärt.

