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Fliesen als idealer Bodenbelag im Keller

Vorratskammer, Wäscheraum, Heizungskeller und Hobbyraum: Das Untergeschoss wird häufig für Nutzräume eingeplant. Deshalb unterliegt der Fußboden dort meist einer großen Belastung. Umso wichtiger ist es, dass der Bodenbelag im Keller mit viel Umsicht ausgewählt wird. Doch welcher Belag eignet sich für die Fußböden in viel genutzten Kellerräumen am besten? Wir helfen Ihnen dabei, den perfekten Bodenbelag für den Keller zu finden. Dafür bieten wir Ihnen Orientierungsfragen für den Kauf sowie Übersichten, Vergleiche und Tipps zu den verschiedenen Optionen.

Kann man im Keller denselben Bodenbelag wie in den Wohnräumen verlegen?

Nicht immer. Das kommt darauf an:

  1. welchen Bodenbelag Sie in den Wohnräumen verlegt haben
  2. wie Sie den Kellerraum nutzen (Heizraum, Waschküche, Partyraum, Büro etc.)
  3. wie stark der Boden belastet wird durch mechanische Beanspruchung (z.B. Vibrieren der Waschmaschine), Dreck und Feuchtigkeit

Hintergrund: Während Wohnbereiche im Untergeschoss mit ähnlichen Bodenbelägen auskommen wie Wohnzimmer, Küche und Co., sind in Nutzräumen höhere Anforderungen zu erfüllen:

  • Zum einen wirken häufig mechanische Kräfte auf den Kellerboden ein – wie zum Beispiel beim Schleudern der Waschmaschine.
  • Außerdem sind Schmutz und Staub in einem funktional ausgelegten Keller oftmals ein Problem.
  • Erheblich ist darüber hinaus der Feuchtigkeitsgehalt. Anders als in den Wohnräumen fehlen vor allem in älteren Kellerräumen häufig abgedichtete Fenster und Bodenplatten. Hinzu kommt, dass selten gelüftet wird und sich beispielsweise durch das Wäschemachen Nässe ansammeln kann – und das sind leider ideale Voraussetzungen für Schimmelbildung. All diesen Herausforderungen muss der Boden im Keller also standhalten.

Leitfaden: Wie finde ich den richtigen Belag für meinen Kellerboden?

Nutze ich den Raum als Wohnbereich oder Technik-, Lager- und Nutzraum?

Um den richtigen Bodenbelag für den Keller auszuwählen, müssen Sie sich zunächst darüber bewusst werden, wie Sie das Untergeschoss nutzen. Wer den Keller als Heiz-, Vorrats-, Werk- oder Abstellraum verwendet, setzt den dortigen Fußbodenbelag oft hohen Belastungen aus. Der Keller ist jedoch in manchen Fällen auch als Wohnbereich beziehungsweise Aufenthaltsort geeignet. So wird der Kellerraum manchmal gerne in eine Partylocation umfunktioniert.

Was ist der Fokus: gemütlich oder strapazierfähig?

Je nachdem, wie Sie die Kellerbereiche nutzen, variieren die Ansprüche an den dort verlegten Fußbodenbelag. Während ein Wohnraum regelmäßig geheizt wird, mit Möbeln bestückt wird und gemütlich wirken soll, sind in Nutzräumen Schwerlastregale, Heizungsanlagen, Werkbänke und schwere Geräte wie Waschmaschinen zu finden. Hier ist also vor allem Strapazierfähigkeit gefragt.

Wie stark wird der Boden belastet?

Die Belastung des Kellerbodens entscheidet maßgeblich darüber, welcher Bodenbelag infrage kommt. Während an einen gelegentlich genutzten Vorratsraum oft nur geringe Anforderungen bestehen, wirken in Werkstätten, Waschkellern oder Hobbyräumen deutlich höhere Kräfte auf den Boden ein.

Typische Belastungen im Keller sind:

  • Schwere Geräte: Waschmaschinen, Trockner oder Heizung msanlagen erzeugen Gewicht und teilweise Vibrationen
  • Regale und Lagergut: Vorräte, Werkzeug oder Getränkekisten belasten den Boden dauerhaft
  • Bewegliche Lasten: Rollwagen, Werkbänke oder Fitnessgeräte können die Oberfläche zusätzlich beanspruchen

Je höher die Belastung ausfällt, desto wichtiger sind Druckfestigkeit, Abriebfestigkeit und Widerstandsfähigkeit des Bodenbelags. Empfindliche Materialien können unter diesen Bedingungen schneller beschädigt werden. Besonders robuste Beläge wie keramische Fliesen oder versiegelte Industrieböden sind deshalb häufig die langlebigere Wahl.

Wie viel Dreck landet im Keller?

Je nach Nutzung fällt im Keller unterschiedlich viel Schmutz an. Wer den Raum lediglich als Lagerfläche nutzt, stellt andere Anforderungen an die Reinigung als jemand, der dort regelmäßig arbeitet, wäscht oder handwerkliche Tätigkeiten ausführt.

Besonders häufig treten auf:

  • Staub und Schmutz
  • Feiner Abrieb etwa aus Werkstätten oder Hobbyräumen
  • Matsch durch dreckige Schuhsohlen bei direktem Zugang von außen
  • Verschüttete Flüssigkeiten (Waschmittel, Reinigungsmittel oder andere Haushaltsprodukte)

Ein pflegeleichter Kellerboden spart hier langfristig Zeit und Aufwand. Geschlossene, unempfindliche Oberflächen lassen sich meist deutlich einfacher reinigen als offenporige oder textile Bodenbeläge. Gerade in häufig genutzten Nutzräumen ist dieser Aspekt oft wichtiger als die reine Optik.

Wie hoch ist die Feuchtigkeit?

Die Feuchtigkeit ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Auswahl eines Bodenbelags für den Keller. Während moderne Neubauten meist gut gegen eindringende Nässe geschützt sind, weisen ältere Gebäude häufig erhöhte Feuchtigkeitswerte auf.

Vor der Entscheidung sollten Sie deshalb prüfen:

  • Gibt es sichtbare Feuchtigkeit oder Wasserflecken?
  • Treten regelmäßig Kondenswasser oder hohe Luftfeuchtigkeit auf?
  • Ist die Bodenplatte gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt?
  • Wird der Raum ausreichend gelüftet?

Besonders kritisch sind Bodenbeläge, die Feuchtigkeit aufnehmen oder unter sich einschließen können. Dadurch steigt das Risiko für Schimmel, Gerüche oder Materialschäden. In Kellern mit erhöhtem Feuchtigkeitsaufkommen eignen sich daher vor allem wasserunempfindliche und langlebige Lösungen. Wer unsicher ist, sollte die Ursache der Feuchtigkeit vor der Verlegung eines neuen Bodenbelags prüfen lassen.

Feuchtigkeit im Keller

Welche Eigenschaften weist der ideale Bodenbelag für den Keller auf?

Im Idealfall weist der Belag für den Kellerboden folgende Eigenschaften auf:

robust und belastbar

Da der Bodenbelag im Keller beispielsweise schwere Gegenstände wie eine Waschmaschine oder volle Vorratsregale aushalten muss, sollte er möglichst widerstandsfähig sein. Ansonsten könnte er schnell beschädigt werden.

wasserdicht und feuchtigkeitsbeständig

Wasserpfützen und Nässe dürfen dem Fußboden in Nutzräumen wie der Waschküche nichts anhaben. Ist der Boden nämlich nicht wasserfest, kann er in solchen Bereichen schnell aufquellen und kaputtgehen. Aber auch sonst muss der Kellerboden resistent gegen eindringende Feuchtigkeit und Schimmel sein. Und dabei zählt nicht nur, dass die Oberfläche des Bodenbelags wasserabweisend ist. Vor allem bei älteren Bauten lässt die Bodenplatte Feuchtigkeit durch. Daher sollte ein atmungsaktiver Bodenbelag für den Keller gewählt werden.

pflegeleicht und einfach zu reinigen

Verschüttetes Waschmittel, matschige Arbeitsschuhe und staubige Kartoffelsäcke sorgen schnell für Dreck im Keller. Deshalb ist es ein großer Vorteil, wenn der Kellerboden leicht zu reinigen ist. Dafür sorgt der richtige Bodenbelag.

langlebig und nachhaltig

Bei aller Beanspruchung sollte der Bodenbelag im Keller natürlich vor allem eines sein: langlebig. So müssen Sie sich nicht alle paar Jahre darum bemühen, in den Kellerräumen einen neuen Fußboden zu verlegen. Und das Beste: Dadurch sparen Sie Aufwand und Kosten. Ein weiterer großer Vorteil eines Bodenbelags mit langer Lebensdauer ist der Nachhaltigkeitsfaktor. Ist der Fußbodenbelag robust und langlebig, spart man Material für die Erneuerung – und das schont die Umwelt.

Bodenbelag Heizungskeller

Welcher Belag eignet sich für Wasch-, Hobby-, Vorrats- und Heizungskeller?

Während im Waschkeller vor allem feuchtigkeitsbeständige Bodenbeläge gefragt sind, stehen im Vorrats- oder Heizungskeller Belastbarkeit und Pflegeleichtigkeit im Vordergrund. Hobbyräume wie ein Partykeller können hingegen oft auch mit weniger robusten Belägen auskommen. Die folgende Übersicht gibt Ihnen eine erste Orientierung dabei, welche Bodenbeläge für die jeweiligen Kellerarten geeignet sind:

 

Bodenbelag Waschkeller Hobbykeller Vorratskeller Heizungskeller
Fliesen / Feinsteinzeug
Versiegelter Betonboden
Roher Betonboden
Vinylboden
PVC-Boden
Linoleum
Teppichboden
Laminat

Legende:
✔ = gut geeignet
△ = eingeschränkt geeignet
✖ = nicht empfohlen

 

Hinweis zu eingeschränkten Bewertungen:

  • Roher Beton: funktional, jedoch häufig staubend und nur eingeschränkt feuchtigkeitsbeständig
  • Vinyl / PVC / Linoleum: nur bei dauerhaft trockenem Keller
  • Teppich: erhöhtes Schimmelrisiko bei Feuchtigkeit
  • Laminat: nur in beheizten und vollständig trockenen Kellerräumen

Roher Betonboden – eine gute Option für den Keller?

Roher Betonboden im Keller ist in der Regel vergleichsweise kostengünstig und belastbar, bietet aber nur unter Umständen die nötige Widerstandskraft. So kann zum Beispiel eine zusätzliche Versiegelung erforderlich sein, damit keine Feuchtigkeit in den Boden eindringen kann. Außerdem lässt hier gerade die Optik zu wünschen übrig.

Für reine Nutz- und Technikräume kann ein Betonboden durchaus ausreichen. Soll der Keller jedoch häufiger genutzt werden oder eine ansprechendere Optik erhalten, bieten andere Bodenbeläge meist mehr Komfort und bessere Langzeiteigenschaften.

Sind PVC, Vinylböden, Teppich, Laminat oder Linoleum gute Bodenbeläge im Keller?

Bodenbeläge wie PVC-Fliesen oder ein Laminatboden werden häufig als preiswert angepriesen. PVC-Boden, Laminatboden, Teppichboden und Vinylboden gelten außerdem als Beläge, die einfach zu verlegen sind. Sie werden beispielsweise als Klicksystem angeboten. Noch dazu kommt, dass Fußböden aus Linoleum beispielsweise sehr pflegeleicht sind.

Allerdings erweisen sich viele dieser Optionen als nicht robust genug. Da es im Keller oft feucht ist, bietet ein Teppich den besten Nährboden für gesundheitsgefährdenden Schimmel. Aber auch Vinyl-, Linoleum-, Laminat- und PVC-Bodenbelag sind langfristig nicht gänzlich feuchtigkeitsresistent, sondern können Staunässe unter dem Belag verursachen. Gerade in Nutzräumen sollten Sie daher nicht die erste Wahl sein.

Bodenfliesen im Keller
Kellerfliesen

Die Fliese – ideal für den Boden im Keller?

Statt PVC-Fliesen oder Laminat im Keller zu verlegen, können Sie auch zu Keramik greifen. Passende Bodenfliesen stellen eine attraktive Alternative zu den anderen Bodenbelägen dar, denn sie bieten viele Vorteile:

  • robust und langlebig
  • ansprechendes Design
  • pflegeleicht
  • rutschhemmend
  • nachhaltig

Feinsteinzeug – maximal funktionale, ästhetische Wahl für den Keller

Besonders Fliesen aus Feinsteinzeug gelten nicht nur als kratzfest, sondern auch als extrem widerstandsfähig – selbst, wenn sie häufiger Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Auch Schmutz trotzen sie dank ihrer Oberfläche, die sich einfach mit Wasser reinigen lässt. Viele Varianten bieten darüber hinaus Schutz gegen Ausrutschen durch eine hohe Rutschhemmklasse. Das ist besonders dann günstig, wenn der Boden mal Wasser­pfützen aufweisen kann – zum Beispiel im Waschkeller.

Ein weiteres Plus ist die Optik von keramischen Fliesen: Zwischen Beton-, Metall- und Natursteinlook wartet eine große Auswahl an Designs sowie eine Vielzahl von Farben auf Sie. Dadurch können Sie selbst im Keller, wo meist praktische Lösungen nötig sind, eine passende Ästhetik erzielen und ihn in einen wohnlichen Ort verwandeln. Und das Beste: Fliesen aus Keramik sind nachhaltig!

Welcher Bodenbelag ist geeignet für sehr feuchte Keller?

Für sehr feuchte Keller sind Fliesen aus Feinsteinzeug meist die sicherste Wahl, weil sie sowohl Feuchtigkeit von oben als auch Feuchtigkeit von unten dauerhaft gut standhalten. Das ist besonders wichtig, wenn im Keller nicht nur Spritzwasser oder Kondenswasser entsteht, sondern auch Feuchte aus Bodenplatte oder Wänden aufsteigen kann.

Feinsteinzeug nimmt kaum Wasser auf, quillt nicht auf und verformt sich bei Nässe nicht. Mit geeignetem Fliesenkleber und passender Verfugung entsteht ein sehr widerstandsfähiger Bodenbelag für Keller, die regelmäßig hoher Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Gleichzeitig lässt sich die Oberfläche einfach reinigen und hygienisch sauber halten.

Versiegelter Beton oder Epoxidharz können in Nutzräumen ebenfalls geeignet sein. Bei Altbauten mit aufsteigender Feuchtigkeit sollte jedoch geprüft werden, ob ein vollständig sperrender Bodenaufbau sinnvoll ist. Laminat, Teppich und Linoleum sind bei erhöhter Feuchtigkeit dagegen meist keine gute Wahl.

Welche Fliesen genau eignen sich für den Keller?

Die folgenden drei Tipps sollen Ihnen bei der Auswahl von Bodenfliesen für den Keller helfen:

  1. Lieber hell statt dunkel: Unterhalb vom Erdgeschoss fehlt es meist an großen Fenstern, welche die Räume mit Licht durchfluten. Damit Ihr Keller nicht zu ungemütlich wird, können Sie einfach auf Fliesen in freundlichen Farbnuancen setzen.
  2. Mittelgroße Formate: Fliesen gelten als besonders robust. Doch auch ein Fliesenboden ist nicht unkaputtbar. XXL-Fliesen sind zumeist dünner als kleinere Fliesen. In stark beanspruchten Nutzräumen wie dem Keller können sie dadurch schneller beschädigt werden. Kleine Fliesen hingegen bedeuten mehr Fugen und somit auch mehr Putzaufwand. Das Maximum an Widerstandsfähigkeit erreichen Sie also mit mittelgroßen Fliesen.
  3. Hohe Rutschhemmklasse: Spezielle Bodenfliesen sind mit einer besonderen Haptik ausgestattet, die den Füßen mehr Grip verleiht. Wie stark eine Fliese gegen Ausrutschen wirkt, wird in der Rutschhemmklasse angegeben. Ein höherer Wert deutet hier auf eine bessere Ausrutschprävention hin – und die ist im Keller durchaus sinnvoll.
Rutschfeste Fliesen im Keller

Wo finde ich wohnliche, aber robuste, wasserfeste Bodenfliesen für den Keller?

Wer eine robuste, aber stilvolle Lösung für Kellerräume sucht, sollte auf Fliesen zurückgreifen. Eine große Auswahl an Kellerfliesen finden Sie bei Krüger Hannover – Ihrem Fachmarkt für Keramik. In unserer Ausstellung können Sie Bodenfliesen jeglicher Art entdecken. Hier finden Sie die passende Fliese für jede technische Spezifikation. Deshalb empfehlen wir Ihnen zusätzlich eine persönliche Beratung. In einem individuellen Termin gehen wir auf häufig gestellte Fragen ein und zeigen Ihnen passende Optionen für Ihre Gestaltung von Vorratsräumen, Heizungskellern, Hobbyräumen und mehr. Auch zur Verlegung beraten wir Sie gerne – kontaktieren Sie uns einfach!

Bildnachweise:
©Mosa
in4mal / Getty Images
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