Die Epoxidharzfuge gilt als besonders strapazierfähig und wird deshalb häufig dann verwendet, wenn eine starke Beanspruchung des Fliesenbodens vorherzusehen ist. Kernbestandteil ist ein künstlicher Harz, der zu einer sehr belastbaren Oberfläche führt.
- Definition: Was ist eine Epoxidharzfuge?
- Material: Aus was besteht Epoxidharz-Fugenmörtel?
- Eigenschaften: Was zeichnet Epoxidharzmörtel aus?
- Vorteile: Warum sollte man Epoxidharz für Fugen nutzen?
- Nachteile: Wann ist Epoxidharz ungeeignet?
- Typische Einsatzgebiete: Wo werden Fugen aus Epoxidharz verwendet?
Definition: Was ist eine Epoxidharzfuge?
Eine Epoxidharzfuge ist eine spezielle Fugenart. Besonderheit ist die Verwendung von Epoxidharz beim Mischen des Fugenmörtels. Daraus ergibt sich eine hohe Beständigkeit gegenüber äußeren Einflüssen. Aufgrund dieser Eigenschaft eignet sich Epoxidharzfugenmörtel für den Einsatz in Innen- und Außenbereichen mit hohen Anforderungen an die Widerstandsfähigkeit des Wand- und Bodenbelags. Optisch gesehen sind Epoxidharze flexibel; sie lassen sich in verschiedenen Farbtönen umsetzen. Neben Standardvarianten wie Anthrazit, Silbergrau oder Sandgrau sind auch auffällige, dekorative Nuancen möglich. Epoxidharzfugen werden auch als „Epoxidfugen” oder „Epoxifugen” bezeichnet.
Material: Aus was besteht Epoxidharzfugenmörtel?
Namensgebender Bestandteil des Epoxidharzfugenmörtels ist das sogenannte Epoxidharz. Dabei handelt es sich um ein Kunstharz, das auf Basis von Erdöl hergestellt wird. Damit der synthetische Fugenmörtel beim Verlegen und Verfugen von keramischen Fliesen richtig aushärtet, ist dem Mörtel außerdem ein sogenannter Härter hinzugemischt. Darüber hinaus sind im Epoxidharzfugenmörtel in der Regel Quarzsand oder -mehl sowie Farbpigmente enthalten. Wird der Fugenmörtel nicht fertig gemischt in einem Gebinde gekauft, sondern als zweikomponentiger Mörtel, müssen die Bestandteile vom Verarbeiter selbst vermischt werden.
Eigenschaften: Was zeichnet Epoxidharzmörtel aus?
Charakteristisch für Epoxidharzfugen ist deren Konsistenz. Bei fachgerechter Anmischung und Verfugung des Epoxidmörtels entsteht nämlich eine dichte Oberfläche ohne Poren oder sonstige Unebenheiten. Daraus ergeben sich die wichtigsten Eigenschaften einer hochwertigen Epoxifuge: Sie hält starker mechanischer Beanspruchung stand, ist UV-beständig und farbecht. Außerdem weist sie eine besondere Resistenz gegenüber Feuchte und Wasser auf. Dasselbe gilt für Laugen und Säuren aller Art. Denn auch gegenüber Chemikalien beweist sie eine ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit.
Vorteile: Warum sollte man Epoxidharz für Fugen nutzen?
Fugenmörtel aus Epoxidharzen bietet eine Reihe von praktischen Vorteilen. Epoxidharzfugen…
- …sind für verschiedene Fugenbreiten und Fugentiefen geeignet.
- …werden durch Reiniger, Desinfektionsmittel und eine Vielzahl von Chemikalien nicht beschädigt.
- …halten verschiedenen Witterungseinflüssen stand und sind selbst in Outdoor-Bereichen langlebig.
- …sind hygienisch, leicht zu pflegen und zu reinigen.
Nachteile: Wann ist Epoxidharz ungeeignet?
Im Vergleich zu anderen Fugenarten, wie beispielsweise solchen aus Zementmörtel, ist Epoxidharzmörtel…
- …nicht so leicht anzumischen und zu verarbeiten.
- …nur kurzzeitig für Verfugen geeignet, sobald angemischt.
- …langsamer beim finalen Aushärten.
Um eine fachgerechte, hochwertige Epoxidharzfuge herzustellen, sind daher Know-how und Erfahrung beim Fliesenlegen gefragt.
Typische Einsatzgebiete: Wo werden Fugen aus Epoxidharz verwendet?
Da die Epoxidharzfuge sehr beständig und langlebig ist, kommt sie vor allem für stark beanspruchte Bereiche infrage. Dazu zählen vor allem gewerbliche Flächen, wie beispielsweise eine Werkstatt, ein Laboratorium, eine Großküche, eine Brauerei oder ein Krankenhaus. Aber auch öffentliche Plätze und Gebäude profitieren von der Widerstandsfähigkeit der Epoxifuge. Darüber hinaus sind Fugen aus Epoxidharz beliebt bei der Verlegung von Keramikbelägen in Badezimmer und Schwimmbädern.

